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Sicherheit bei Retemax

Die allermeisten Menschen kaufen und verkaufen bei Retemax ehrlich. Trotzdem tauchen, wie auf jedem Kleinanzeigenportal, hin und wieder Betrüger auf. Auf dieser Seite erklären wir, wie Betrugsmaschen aussehen, wie Sie sie rechtzeitig erkennen und was Sie tun können, wenn Ihnen etwas verdächtig vorkommt.

  • Erst ansehen, dann bezahlen
  • Codes und Passwörter nicht weitergeben
  • Verdächtige Anzeige melden
Schild mit Häkchen – sicher kaufen und verkaufen

Sechs goldene Regeln

Sehen Sie sich den Artikel vor der Zahlung an

Treffen Sie sich nach Möglichkeit persönlich, sehen Sie sich den Artikel an, probieren Sie ihn aus und bezahlen Sie erst dann. Fotos und Versprechen sind kein Beweis dafür, dass es den Artikel gibt.

Zahlen Sie Unbekannten nichts im Voraus

Eine Anzahlung, eine Reservierungsgebühr, Versand- oder Zollkosten, die Sie bezahlen sollen, bevor Sie überhaupt etwas gesehen haben, sind das häufigste Anzeichen für Betrug.

Geben Sie niemals Codes, PIN oder Kartendaten weiter

Um Geld zu empfangen, genügt Ihre IBAN. Kein ehrlicher Mensch braucht Ihre Kartennummer, die Prüfziffer auf der Rückseite, Ihre PIN, einen Code aus einer SMS oder das Passwort für Ihr Online-Banking.

Öffnen Sie keine Links zum Empfang einer Zahlung

Geld empfängt man nicht per Klick auf einen Link. Eine Nachricht mit einem Link zur Seite eines Paketdienstes oder einer Bank, auf der Sie Ihre Kartendaten eingeben sollen, ist Datendiebstahl.

Was zu gut klingt, um wahr zu sein, ist nicht wahr

Ein Preis deutlich unter dem Marktwert, ein Käufer, der nichts fragt und sofort bezahlt, ein Verkäufer, der es sehr eilig hat – halten Sie inne und prüfen Sie nach.

Treffen Sie sich an einem öffentlichen Ort

Wählen Sie einen belebten, gut beleuchteten Ort, treffen Sie sich bei Tageslicht und nehmen Sie nach Möglichkeit jemanden mit. Bei teureren Artikeln vereinbaren Sie die Übergabe in einer Bank.

Die häufigsten Betrugsmaschen und wie Sie sie vermeiden

Betrüger ändern ständig ihre Geschichten, doch die Muster bleiben gleich. Wenn Sie eines dieser Szenarien wiedererkennen, brechen Sie den Kontakt ab.

Beispiel einer verdächtigen Nachricht mit Zahlungslink

1Vorauszahlung für Ware, die es nicht gibt

So sieht es aus

Eine Anzeige bietet einen begehrten Artikel zu einem sehr günstigen Preis an. Der Verkäufer kann oder will den Artikel nicht persönlich zeigen, verlangt eine Anzahlung oder den gesamten Betrag im Voraus und verspricht den Versand. Nach der Zahlung antwortet er nicht mehr.

So schützen Sie sich

Bestehen Sie auf persönlicher Abholung oder auf Zahlung per Nachnahme mit Prüfung des Pakets. Bitten Sie um zusätzliche Fotos, zum Beispiel vom Artikel neben einem Zettel mit dem heutigen Datum. Lehnt der Verkäufer jede Form der Überprüfung ab, lassen Sie es sein.

2Falscher Paketdienst und Link zum Empfang der Zahlung

So sieht es aus

Der Käufer meldet sich sofort, handelt nicht und behauptet, er habe bereits über einen Paketdienst bezahlt. Er schickt einen Link zu einer Seite, die wie die Seite eines Kurierdienstes, einer Bank oder des Kleinanzeigenportals aussieht. Dort sollen Sie Kartennummer, Ablaufdatum, Prüfziffer und den Code aus einer SMS eingeben, um das Geld zu erhalten. Mit diesen Daten räumt der Betrüger Ihr Konto leer.

So schützen Sie sich

Geben Sie niemals Kartendaten ein, um eine Zahlung zu empfangen. Öffnen Sie keine Links aus Nachrichten, SMS oder WhatsApp. Retemax hat weder einen eigenen Lieferdienst noch ein Zahlungssystem zwischen Käufer und Verkäufer.

3Überzahlung und Rückzahlung der Differenz

So sieht es aus

Der Käufer überweist angeblich mehr als den vereinbarten Preis oder schickt einen Scheck über einen höheren Betrag und bittet Sie, ihm die Differenz zurückzuzahlen. Seine Zahlung erweist sich später als gefälscht oder wird widerrufen, und Sie stehen ohne den Artikel und ohne das zurückgezahlte Geld da.

So schützen Sie sich

Zahlen Sie keine Differenz zurück. Nehmen Sie weder Schecks noch Zahlungen an, die über dem vereinbarten Preis liegen. Übergeben Sie den Artikel erst, wenn das Geld tatsächlich auf Ihrem Konto zu sehen ist.

4Gefälschte Zahlungsbestätigung

So sieht es aus

Der Käufer schickt einen Screenshot oder eine E-Mail, die wie die Bestätigung einer Bank oder eines Zahlungsdienstes aussieht, und verlangt, dass Sie den Artikel sofort verschicken. Das Geld kommt nie an.

So schützen Sie sich

Prüfen Sie Ihren Kontostand selbst, indem Sie sich in Ihrem Online-Banking oder Ihrer App anmelden, und nicht über einen Link aus einer Nachricht. Ein Screenshot ist kein Zahlungsnachweis.

5Vermietung einer Wohnung, die es nicht gibt

So sieht es aus

Eine schöne Wohnung in bester Lage zu einem niedrigen Preis. Der Eigentümer ist angeblich im Ausland und kann die Wohnung nicht zeigen, will die Schlüssel aber per Post oder über einen Vermittler schicken, sobald Sie die Kaution und die erste Miete überwiesen haben.

So schützen Sie sich

Zahlen Sie nichts, bevor Sie die Wohnung von innen besichtigt und den Eigentümer oder einen bevollmächtigten Makler kennengelernt haben. Lassen Sie sich einen Eigentumsnachweis zeigen und unterschreiben Sie einen Mietvertrag.

6Fahrzeug im Ausland und falscher Vermittler

So sieht es aus

Ein Auto, ein Motorrad oder eine Maschine wird weit unter dem Marktpreis angeboten. Der Verkäufer behauptet, das Fahrzeug stehe in einem anderen Land und werde von einer Spedition geliefert, das Geld sei auf das Konto eines Vermittlers zu überweisen, der die Rückerstattung garantiere. Spedition und Vermittler sind frei erfunden.

So schützen Sie sich

Besichtigen Sie das Fahrzeug persönlich, prüfen Sie die Papiere, die Fahrgestellnummer und die Fahrzeughistorie und bezahlen Sie bei der Übergabe. Überweisen Sie kein Geld an Vermittler, die der Verkäufer vorgeschlagen hat.

7Falsche Stellenanzeigen

So sieht es aus

Eine Stelle mit hohem Gehalt für wenig Arbeit, ohne Vorstellungsgespräch und ohne Erfahrung. Sie sollen im Voraus für Ausrüstung, Schulung, Visum oder Registrierung bezahlen oder über Ihr Konto fremdes Geld empfangen und weiterleiten. Oft werden auch eine Kopie Ihres Personalausweises und Ihre Kontodaten verlangt.

So schützen Sie sich

Ein seriöser Arbeitgeber verlangt kein Geld für eine Anstellung. Leiten Sie kein Geld für andere weiter – damit können Sie sich selbst wegen Geldwäsche verantworten müssen. Prüfen Sie, ob es das Unternehmen gibt, und schicken Sie keine Dokumente, bevor Sie sicher sind, mit wem Sie es zu tun haben.

8Haustiere, die es nicht gibt

So sieht es aus

Welpen oder Kätzchen teurer Rassen werden kostenlos oder sehr billig angeboten. Nach der ersten Zahlung kommen immer neue Kosten hinzu: Transport, Transportbox, Impfung, Versicherung, Zoll. Das Tier gibt es nicht.

So schützen Sie sich

Sehen Sie sich das Tier persönlich beim Züchter oder Besitzer an. Zahlen Sie weder den Transport noch andere Kosten im Voraus.

9Daten- und Identitätsdiebstahl

So sieht es aus

Die Gegenseite verlangt zur angeblichen Überprüfung ein Foto Ihres Personalausweises, Ihres Reisepasses oder Ihrer Bankkarte oder bittet Sie, ihr einen Code durchzugeben, den Sie gerade per SMS erhalten haben. Mit diesem Code übernimmt sie Ihr WhatsApp, Ihr E-Mail-Postfach oder Ihr Bankkonto.

So schützen Sie sich

Verschicken Sie keine Fotos von Dokumenten und Karten. Nennen Sie einen Code aus einer SMS niemandem, auch dann nicht, wenn sich die Person als Bank, Paketdienst oder Retemax ausgibt.

10Gefälschte Nachrichten im Namen von Retemax

So sieht es aus

Eine Nachricht, eine E-Mail oder ein Anruf, angeblich von Retemax, fordert Ihr Passwort, Ihre Kartendaten oder eine Zahlung, damit Ihre Anzeige veröffentlicht bleibt oder Ihr Konto entsperrt wird.

So schützen Sie sich

Eine Anzeige bei Retemax aufzugeben ist kostenlos. Retemax wird Sie niemals nach Ihrem Passwort, Ihren Kartendaten oder Codes fragen. Melden Sie sich nur unter www.retemax.com an und tippen Sie die Adresse selbst in Ihren Browser ein.

11Kredite, Geldanlagen und schnelles Geld

So sieht es aus

Ein Kredit ohne Prüfung gegen eine Bearbeitungsgebühr, die im Voraus zu zahlen ist, eine Geldanlage mit garantiert hohem Gewinn, Kryptowährungen oder eine Erbschaft, die nur noch darauf wartet, dass Sie die Kosten überweisen.

So schützen Sie sich

Ein seriöses Finanzinstitut verlangt keine Gebühr, bevor der Kredit bewilligt ist, und garantiert keinen Gewinn. Überweisen Sie kein Geld an unbekannte Personen oder an Unternehmen, die Sie nicht überprüfen können.

Warnzeichen

Ein einzelnes Anzeichen muss noch keinen Betrug bedeuten, aber zwei oder drei zusammen sind Grund genug, Abstand zu nehmen.

  • Der Preis liegt deutlich unter dem ähnlicher Anzeigen.
  • Die Gegenseite lehnt ein persönliches Treffen oder ein Telefongespräch ab.
  • Sie werden gedrängt: nur heute, es gibt weitere Interessenten, sofort überweisen.
  • Es wird eine Vorauszahlung, eine Kaution oder eine Gebühr verlangt, bevor Sie überhaupt etwas gesehen haben.
  • Sie erhalten einen Link, über den Sie Ihre Kartendaten eingeben oder sich bei Ihrer Bank anmelden sollen.
  • Das Gespräch soll schon in der ersten Nachricht auf WhatsApp, Viber oder E-Mail verlegt werden.
  • Die Person behauptet, im Ausland zu sein, und alles werde ein Vermittler, ein Spediteur oder ein Freund erledigen.
  • Die Nachrichten sind allgemein gehalten, schlecht maschinell übersetzt und gehen nicht auf Ihre Fragen ein.
  • Es wird eine Zahlung mit Geschenkkarten, Kryptowährungen oder über Bargeldtransferdienste verlangt.
  • Die Fotos sehen aus wie aus einem Katalog, und auf Nachfrage können keine neuen geschickt werden.

Tipps für Käufer und Verkäufer

Wenn Sie kaufen

  • Sehen Sie sich den Artikel an und probieren Sie ihn aus, bevor Sie bezahlen.
  • Vergleichen Sie den Preis mit ähnlichen Anzeigen.
  • Stellen Sie konkrete Fragen und bitten Sie um zusätzliche Fotos.
  • Prüfen Sie bei Fahrzeugen und Immobilien die Papiere und die Eigentumsverhältnisse.
  • Verlangen Sie bei teureren Artikeln eine Rechnung oder setzen Sie einen schriftlichen Vertrag auf.
  • Bezahlen Sie bei der Abholung; beim Versand wählen Sie Nachnahme mit Prüfung des Pakets.

Wenn Sie verkaufen

  • Übergeben oder verschicken Sie den Artikel erst, wenn das Geld auf Ihrem Konto ist.
  • Prüfen Sie Ihren Kontostand selbst und verlassen Sie sich nicht auf einen Screenshot.
  • Geben Sie dem Käufer nur Ihre IBAN – niemals Kartendaten oder Codes.
  • Nehmen Sie keine Überzahlung an und zahlen Sie keine Differenz zurück.
  • Öffnen Sie keine Links, die Ihnen der Käufer zur Auszahlung oder Lieferung schickt.
  • Zählen und prüfen Sie Bargeld; größere Beträge nehmen Sie in einer Bank entgegen.

Sicher bezahlen und liefern

Retemax ist ein Kleinanzeigenportal: Es vermittelt keine Zahlungen und liefert keine Ware. Zahlungsart und Lieferung vereinbaren Sie direkt mit der Gegenseite – wählen Sie deshalb Wege, die Sie schützen.

Sicherere Wege

  • Bargeld oder Überweisung bei persönlicher Abholung.
  • Nachnahme mit dem Recht, das Paket vor der Zahlung zu prüfen.
  • Übergabe von Fahrzeugen und teureren Artikeln in einer Bank oder bei einem Notar.

Besser vermeiden

  • Bargeldtransferdienste für Zahlungen an unbekannte Personen.
  • Geschenkkarten, Gutscheine und Kryptowährungen als Zahlungsmittel.
  • Vermittler und Treuhandkonten, die die Gegenseite vorgeschlagen hat.
  • Zahlungen über einen Link, den Sie in einer Nachricht erhalten haben.

Schützen Sie Ihr Konto

  • Verwenden Sie ein langes Passwort, das Sie nirgendwo sonst benutzen.
  • Geben Sie Ihr Passwort an niemanden weiter, auch nicht an jemanden, der sich als Support ausgibt.
  • Prüfen Sie vor der Anmeldung, dass in der Adresszeile www.retemax.com steht.
  • Melden Sie sich ab, nachdem Sie einen fremden oder öffentlichen Computer benutzt haben.
  • Veröffentlichen Sie im Anzeigentext keine persönlichen Dokumente, keine Kartennummer und keine Wohnadresse, wenn es nicht nötig ist.

Was tun, wenn Sie betrogen wurden

Schnelligkeit zählt. Je früher Sie reagieren, desto größer ist die Chance, dass die Zahlung noch gestoppt werden kann.

  1. Brechen Sie jeden Kontakt mit dem Betrüger ab und überweisen Sie kein weiteres Geld.
  2. Rufen Sie sofort Ihre Bank an: Lassen Sie Ihre Karte sperren und bitten Sie darum, die Zahlung zurückzuholen.
  3. Sichern Sie Beweise: Nachrichten, Telefonnummern, E-Mail-Adressen, Links, Zahlungsbestätigungen und Screenshots der Anzeige.
  4. Melden Sie den Fall der Polizei in Ihrem Land.
  5. Ändern Sie die Passwörter der Konten, bei denen Sie Daten eingegeben haben, angefangen bei E-Mail und Online-Banking.
  6. Melden Sie die Anzeige und den Benutzer bei uns, damit wir sie entfernen und andere schützen können.

Retemax ist ein Anzeigenportal und keine Partei der Vereinbarungen zwischen Käufern und Verkäufern. Wir können nicht für die Richtigkeit jeder Anzeige garantieren, entfernen aber Anzeigen und Konten, bei denen wir einen Missbrauch feststellen.